Ilmenauer SV erreicht mit Arbeitssieg das Halbfinale des Thüringenpokals

Während beim Fußball der DFB-Pokal zu vergeben ist, ermitteln die Schachvereine Thüringens zwischen den Spielzeiten die beste Mannschaft im Wettbewerb um den Thüringenpokal. Bei diesem Format treten vier Spieler eines Vereins jeweils gegeneinander an, um unter den Teilnehmern im K.O. – Modus die beste Mannschaft zu bestimmen. Die beiden Finalisten des Wettbewerbs qualifizieren sich für die Endrunde des Deutschlandpokals, bei der mit Vereinen aus der ersten und zweiten Liga prominente Teams vertreten sind. Während im Achtelfinale im Lokalderby der TSV Plaue souverän mit 4:0 bezwungen werden konnte, empfingen die Ilmenauer Schachfreunde im Viertelfinale am 12.08.2018 die Gäste aus Meuselwitz. Bei einem Blick auf die Aufstellungen waren die Hausherren deutlich favorisiert, da Sie an den einzelnen Brettern durchschnittlich 200 DWZ-Punkte mehr besaßen. Doch dieser Favoritenrolle wurden die Ilmenauer Schachfreunde nur zum Teil gerecht. So ließ sich Steffen Ortlepp mit Schwarz an Brett 4 gegen Dominic Großmann auf ein materielles Ungleichgewicht ein, als er die gegnerische Dame für drei Leichtfiguren erobern konnte. Als er jedoch die Gelegenheit verpasste für ein energisches Gegenspiel zu sorgen, konnte Dominic Großmann seine Leichtfiguren wirkungsvoll positionieren und die schwarze Initiative im Keim ersticken. Daher wurde wenig später nach 2 Stunden Spielzeit eine Punkteteilung vereinbart. An Brett 1 konnte Sebastian Zehnter nach ca. dreieinhalb Stunden Spielzeit mit Schwarz gegen Johannes Naundorf einen wichtigen Sieg für die Hausherren erzielen, nachdem sein Gegner in einer komplizierten Stellung eine Kombination übersehen hatte (siehe Partie). Nach diesem Sieg entschied sich Albrecht Töpfer dazu, den Mannschaftssieg nach Berliner Wertung durch ein Remis gegen Andreas Eicke abzusichern, welcher dieses Angebot in der zusehends verflachenden Stellung nicht ablehnen konnte. An Brett 3 spielte Kristoffer Falk mit Weiß gegen die Holländische Verteidigung von Niklas Kühne stark auf, verpasste es aber gegen Ende des Mittelspiels für die Entscheidung zu sorgen. Als er daraufhin weitere zwei Gelegenheiten zum sicheren Gewinn ausließ, verlor er unnötigerweise durch eine Fehleinschätzung das resultierende Springerendspiel. Da jedoch bei einem 2:2 gemäß Berliner Wertung diejenige Mannschaft die nächste Runde erreicht, die an den höherwertigen bzw. vorderen Brettern einen Sieg erzielt hat, qualifiziert sich somit der Ilmenauer SV durch einen Sieg an Brett 1 für das Halbfinale des Thüringenpokals, das in Ammern stattfinden wird. In diesem warten am 25.08.2018 auf die Ilmenauer Schachfreunde neben dem SV Ammern der SC Suhl und die SG Arnstadt-Stadtilm.

Stellung nach dem 24. Zug von Weiß.
Durch welche Fortsetzung erlangt Schwarz einen Vorteil?

 

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