Ilmenauer triumphieren in Meiningen

Vom 24. – 26.11. fand bereits zum 8. Mal das Meiningen Open statt. Nachdem schon in den letzten Jahren immer wieder Ilmenauer nach Meiningen reisten, nahmen in diesem Jahr Wolfgang Brandt und Kristoffer Falk an dem Turnier teil. Der Modus des Turniers sah 5 Runden mit der Fischer-Bedenkzeit (1:40h/40 Züge + 30min/Rest + 30sek je Zug) vor. Unter den 19 Teilnehmern war eine große Spanne (DWZ 0 bis 2000), sodass jeder Gegner auf seinem Niveau erwarten konnte. Entsprechend hoch waren auch die Erwartungen von den Ilmenauern. Kristoffer startete als Nummer 2 mit Ziel das Turnier zu gewinnen, während Wolfgang als 11. zeigen wollte, dass sich sein intensives Training gelohnt hat. Zumal Ende des Jahres mit Erfurter Schachfestival noch ein großes Highlight ansteht und dieses Turnier als gute Übung angesehen werden kann.
Der erste Abend sah jedoch ziemlich schlecht für die Beiden aus. Sehr starker Regen machte bereits die Hinfahrt zu einem kleinen Abenteuer und auch die Auslosung der ersten Runde wollte die Gemüter nicht erheiten, da die Beiden gegeneinander spielen mussten. Schnell war klar, dass Kristoffer dieses Spiel als Gewinner verlassen würde und so wurden wichtige Kräfte für die verbliebenen 4 Runden gespart.
Am zweiten Tag warteten die Reuter-Geschwister auf die Ilmenauer. Dabei nahm es Elisa (DWZ 1744) mit Kristoffer auf. Die Rollen waren klar verteilt und die Partie lief auch entsprechend. Kleinere Fehler von Elisa führten dazu, dass Kristoffer seinen Vorteil immer weiter ausbauen konnte und schließlich das Brett als Sieger verließ. Auch Wolfgang zeigte Marek (DWZ 1398), dass Routine eine wichtige Komponente ist. So gewann er zunächst eine Figur und kurz darauf die Partie. Am Nachmittag wartete dann mit Martin Eschweiler (DWZ 1692) ein alter Bekannter auf Wolfgang. Allerdings verlief die Partie unerwartet eindeutig. Wolfgang war stets Herr der Lage und dominierte Martin nach Belieben. Von daher war es nur eine Frage der Zeit bis Wolfgang die Partie als Sieger verließ. Etwas ruhiger ging Kristoffer seine Partie gegen Peter Lehmann (DWZ 1870) an. In einer unspektakulären Partie einigte man sich relativ früh auf eine Punkteteilung, sodass beide in dem Moment an der Spitze der Tabelle standen. An so einem erfreulichen Tag war die Rückfahrt das größte Hindernis. Großes Schneetreiben sorgte dafür, dass die Beiden kurz vom rechten Weg abkamen – es sollte das einzige Mal an diesem Wochenende sein.
In der 4. Runde traf Wolfgang auf Michael Rost (DWZ 1710). Auch hier hatte Wolfgang zu jeder Zeit alles unter Kontrolle bis er eine leicht bessere, aber komplizierte Stellung hatte. Hier einigten sich beide schließlich auf ein remis. Kristoffer machte seine Sache etwas besser. Sein Gegner Christoph Hänisch (DWZ 1729) spielte bereits in der Eröffnung sehr passiv, sodass Kristoffer Raumvorteil genoss. Als es um die Verwertung seines Vorteils ging, ließ er zwar noch mal Luft ran, dies entging jedoch beiden. Somit fuhr Kristoffer seinen 3. Sieg ein. Als alleiniger Tabellenführer ging er so in die letzte Runde, die er schnell aus taktischen Gründen gegen Ralf Mahnke (DWZ 1832) remis gab. So ein Verhalten kann auch schnell nach hinten losgehen, da nun mit Lutz Müller und Peter Lehmann gleich 2 Spieler noch Chancen auf den Sieg hatten und sogar gegeneinander spielten. Währenddessen trat Wolfgang gegen Christoph Hänisch an. Hier spielten beide nicht übermäßig aggressiv, was dazu führte, dass Wolfgang sich einen positionellen Vorteil erarbeiten konnte. Die Verwertung war allerdings nicht ganz klar, weshalb sie sich auf eine gerechte Punkteteilung einigten. Damit schloß Wolfgang das Turnier mit 3 Punkten und einem starken 6. Platz ab. Damit war er natürlich sehr zufrieden. Mittlerweile wurden immer mehr Partien beendet, die allesamt dafür sprachen, dass Lutz Müller den Turniersieg mit Kristoffer teilen wird. Er selbst konnte sich auch immer weiter Vorteile erarbeiten bis er die praktisch gewonnene Stellung in Zeitnot hergab und am Ende gar noch verlor. Damit stand fest, dass Kristoffer als strahlender Turniersieger nach Hause fahren durfte.

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