Schach integriert (Bericht der 2. Mannschaft)

Mit Aufstellungssorgen ging die 2. Ilmenauer Schachmannschaft in das Bezirksligaspiel gegen Apolda II. Nur vier Stammspieler standen zur Verfügung. Zum Glück musste aber auch Apolda an den letzten drei Brettern jugendliche Ersatzspieler einsetzen.

Haakon Frank, der damit bis zum 2. Brett vorrückte, erzielte das erste Remis gegen Christian Kroh, der immerhin 260 Wertungspunkte mehr hat. Eine starke Leistung! Leider verlor dann Fares Abuawad am 4. Brett gegen Gerd Geißler, der gar 500 Wertungspunkte mehr hat. Dann aber schlugen die Ilmenauer Ersatzspieler zu. Mikhail Patrushev  überspielte in seinem ersten Wettkampf seinen Gegner Pascal Henzgen überzeugend und gewann durch taktische Schläge. Gleiches gelang Fabian John gegen Pascal Liebeskind, ebenfalls mit taktischen Tricks. Sehr erfreulich auch das Spiel der Debütantin Kim Chi Pham-Wenzel. Sie war schon im Familienturnier durch eine starke Leistung zusammen mit ihrer sehr jungen Tochter, die übrigens nebenan für die 3. Mannschaft spielte, aufgefallen und hatte sich kurzentschlossen im Verein angemeldet. Mit dem Ergebnis im ersten Spiel der erste Sieg gegen Nick Henzgen. Endlich wieder mal eine Frau in einem Ilmenauer Team! Den Ilmenauer Gesamtsieg konnte dann Klaus Leuner am 1. Brett klar machen. Er war gegen Detlef Siegl in der Eröffnung etwas in Bedrängnis geraten, konnte aber einen Konter ansetzen, der schließlich zum Matt führte, Die restlichen beiden Partien dauerten sehr lange, brachten aber keine weiteren Punkte für Ilmenau. Iresh Dudeja verteidigte sich gegen seinen erfahrenen Gegner Claus-Dieter Einax lange Zeit erfolgreich konnte aber dem positionellen Druck letztlich nicht standhalten. Trotzdem, Iresh wird immer stärker. Lange Zeit sah es bei Pit Döring in einem Turmendspiel mit Minusbauern gegen Jürgen Steiger nach einem Remis aus. Leider reichten die Endspielkenntnisse von Pit nicht. Damit stand der 4,5 : 3,5 Sieg der Ilmenauer fest. Mit 4 Punkten aus 3 Spielen stehen sie nun auf dem 5. Tabellenplatz. Mut macht, dass doch noch so viele Reserven da sind. In der Mannschaft spielten: eine Vietnamesin, ein Inder und ein palästinensischer Israeli. Der älteste Spieler ist 73 und der jüngste 16 Jahre. Ein gutes Beispiel für die integrative Kraft des Schachspiels!

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