David gegen Goliath am Schachbrett

Die Leistungsunterschiede zwischen den Mannschaften in der Thüringenliga Schach sind größer als jemals zuvor. So mussten die Ilmenauer in der 3. Runde gegen die Spitzenmannschaft von TSG Apolda antreten, deren DWZ-Schnitt bei 2044 liegt.  Diesen Wert erreichte keiner der zur Verfügung stehenden Spieler aus Ilmenau, bei denen die beiden Spitzenspieler fehlten.

Es konnten nur sieben Spieler aufgeboten werden. Trotzdem wurde hart gekämpft. Es dauerte immerhin drei Stunden, bis der erstmals eingesetzte Frank Richter gegen Roberto Rohmeiß die Segel streichen musste.

Joachim Lehmann kannte sich in der gewählten Eröffnung sehr gut aus und erreichte eine als positiv bewertete Stellung. Der Gegner, Andi Walter, fand aber die stärksten Züge am Brett und konnte damit erfolgreich kontern und die Partie gewinnen. Wenig Chancen hatte auch Thorsten Michael gegen Harald Maiwald.

Ähnlich erging es auch Klaus Leuner gegen Jens Goemann. Die Eröffnung endete noch ausgeglichen. Leuner wollte dann die Partie verschärfen, verrechnete sich aber dabei und musste aufgeben. Damit stand es bereits 0 : 5.

Zu einem Punktegaranten entwickelt sich der Ilmenauer Neuzugang Ainur Zyganshin aus Kasan, der an der TU seinen Masterabschluss macht. Das musste auch Matthias Schmidt einsehen, der mit einem riskanten Bauernopfer leichte Beute vermutete. Ainur nahm natürlich an und bewies systematisch, dass es sich um eine Fehlkalkulation handelte. Endlich ein Punkt für Ilmenau!

letzter Zug von Ainur, daraufhin gab sein Gegner auf!

Am Spitzenbrett entwickelte sich eine sehr interessante Partie zwischen Stefan Schenk und dem Jugendspieler Luca Carnot. Dieser opferte in einem theoretisch gut untersuchten Abspiel ebenfalls einen Bauern gegen zwei Doppelbauern. Als aber ein Gegenschlag günstig und notwendig war, übersah er diesen (siehe unsere Partie). Danach lief es für Stefan fast ganz von allein. Der zweite Punkt war geschafft.

Anmerkung: Zug anklicken und öffnet sich ein Partiefenster, in dem die Partie nachgespielt werden kann!

Blieb noch das zweite Brett. Hier traf Steffen Ortlepp auf den FIDE-Meister Christian Aepfler, der ja durch seinen jahrelangen Einsatz für Plaue im Ilm-Kreis bekannt ist. Es entstand ein schwieriges Endspiel Läufer plus Mehrbauer gegen Springer. Steffen kämpfte wie ein Löwe. So ging die Partie weit in den Nachmittag hinein. Am Schluss reichte es aber doch für Aepfler und das Endergebnis von 6 : 2 für Apolda stand fest.

Wie es in der Thüringenliga weitergeht, hängt von den weiteren Coronaregelungen ab. Diese werden voraussichtlich die möglichen Mannschaftsaufstellungen bestimmen. Bisher konnten sich noch einige Spieler vor dem Spiel unter Aufsicht selbst testen.

kleu

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