Die Mannschaft macht´s beim Schach

Mit gedämpften Erwartungen fuhren die Ilmenauer Schachspieler der 2. Mannschaft zum Tabellenzweiten der Bezirksliga. Medizin Erfurt II war immerhin Aufstiegskandidat.

Die teilweise erheblichen Unterschiede in den individuellen Wertungszahlen versprachen nichts Gutes. Nach etwa einer Stunde kam aber die erste positive Überraschung. Mikhail Patrushev konnte seinen erfahrenen Gegner Hartmut Seele, der allerdings etwas sorglos agierte, mit einer schönen Kombination überraschen. Damenverlust oder Matt waren die Alternativen. Seele wählte die prinzipielle Möglichkeit und gab auf. Siegfried Dunger folgte dann nach drei Stunden mit einem Remis, obwohl er wie in all seinen Einsätzen die ungeliebten schwarzen Figuren führen musste. Er fand eine starke Möglichkeit anzugreifen. Das überzeugte auch den Gegner. Wenig Chancen hatte Ersatzmann Bjarne Rauch gegen Alexander Makarov, der über 400 Wertungspunkte mehr verfügt und das auch nachwies. Nachdem auch Joachim Lehmann dem Königsangriff von Stefan Ramsthaler erlag, schien das Match einen normalen Verlauf zu nehmen. Dann aber wurde der Mut von Wolfgang Brandt belohnt. Er spielte sehr aktiv und setzte alles auf eine Karte. Die Figuren des Gegners spielten wenig koordiniert und waren überlastet. Eine davon musste das schließlich mit dem Ausscheiden bezahlen. Ein schöner Sieg! Damit stand es 2,5 : 2,5. Der Rest war Training für die Nackenhaare pur. Die Zeitkontrolle wurde von allen geschafft! Torsten Michael steckte gegen den starken Ulrich Zeuner bis zu zwei Bauern in’s Geschäft, konnte aber das dynamische Gleichgewicht immer halten bis die Partie verflachte und beide in das Remis einwilligten. Nichts für schwache Nerven! Jetzt konzentrierte sich alles auf zwei Bretter. Am Spitzenbrett musste sich Klaus Leuner gegen Detlef Rost lange Zeit gegen ein Läuferpaar wehren, konnte dann aber zwei Bauer gewinnen, die allerdings schwach waren. Jedoch gelang es ihm mit dem König in die gegnerische Stellung einzudringen. Das brachte die Entscheidung und die Führung der Ilmenauer war nach fünf Stunden geschafft. Nun ruhten alle weiteren Hoffnungen auf Iresh Dudeja. Nach wechselvollem Verlauf konnte er allerdings das Remis nicht mehr halten. Damit stand der Endstand von 4 : 4 fest. So spannend kann Schach sein. Der Wettkampf findet an acht Brettern parallel statt. Am Schluss zählt aber das Gesamtergebnis. Das war für Ilmenau überraschend gut, für Medizin bedeutete es aber den Verlust der Aufstiegschancen. Ilmenau kann nun gelassener in die Zukunft schauen.

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