kleine und große Überraschungen beim Erfurter Schachfestival

Alle Jahre wieder werden zu Weihnachten an die Liebsten Geschenke verteilt. Schachspieler sind zwar keine ausgewiesenen Weihnachtsmänner, aber trotzdem bot das 28. Erfurter Schachfestival reichlich Möglichkeiten um dem Gegenüber Geschenke zu bescheren.

Mit über 400 Teilnehmern ist das Turnier wieder einmal sehr gut besucht und auch eine Ilmenauer Truppe hat sich die Chance nicht entgehen lassen, um dort mitzuspielen. Neben den bekannten Gesichtern von Arwid (Hauptturnier) sowie Bjarne Rauch (Amateurturnier), Kristoffer Falk (Meisterturnier), Joachim Lehmann (Seniorenturnier) und Stefan Schenk (Meisterturnier) gesellte sich mit Iresh Dudeja (Amateurturnier) auch ein Neuling dazu. Große Ambitionen auf einen der vorderen Plätze hatte jedoch keiner von ihnen. Dennoch gibt es ja auch noch Ratingpreise, die ins Visier genommen wurden.

Während am 26. nur Kristoffer (freiwillig) und Joachim (nicht ganz so freiwillig) spielten, stiegen die anderen vier einen Tag später ein. Zum einen da das Amateurturnier erst am 27. planmäßig startet und zum anderen damit der Weihnachtsbraten noch richtig verdaut werden konnte. Zur Belohnung gibt es sogar einen halben Punkt, den sicherlich auch Joachim und Kristoffer gerne gehabt hätten, aber leider nicht holen konnten. In den folgenden sieben bzw. vier Runden für die Senioren wurden dann ordentlich Geschenke verteilt. So stellte Stefan mal bei knapper Bedenkzeit eine Figur ein, um dann in der nächsten Partie ein wunderschönes Matt zaubern zu dürfen. Die geholten 3,5 Punkte führten zu einem 86. Platz, was den Erwartungen zu Beginn des Turniers entspricht.

Etwas weniger freizügig zeigte sich Kristoffer. Zwar gab er mal den ein oder anderen Bauern her, seine Gegner glichen das mit Figuren- bzw. Qualitätsopfern wieder aus, sodass am Ende 4 Punkte erzielt wurden. Der daraus resultierende 51. Platz ist sicherlich eine tolle Leistung, an die in Zukunft angeknüpft werden sollte.

Bei den Senioren sollte es nicht ganz anders sein als bei den Meistern. So werden in gewonnen Stellungen die Gewinnchancen liegen gelassen oder ausgeglichene Endspiele zum Verlust geführt. Joachim konnte daher in dem Turnier ziemlich alles abdecken, was man beim Schach so erleben kann und das bei nur 5 Runden. Die gesammelten 3 Punkte sind ein beachtliches Ergebnis und Platz 17 bietet allen Grund zur Freude.

Unsere beiden Jugendlichen zeigten sich in ganz besonderer Spendierlaune. So entschied sich Arwid dazu bereits in der Eröffnung auf Verlust zu stehen oder auch die Figurenverluste vom Gegner zu ignorieren. Wer ihn dann jedoch auf die leichte Schulter nahm, hatte schnell das nachsehen. Kein Wunder also dass er insgesamt nur eine Partie remisierte. Mit 4 Punkten und Platz 82 hat er sich ordentlich selbst beschenkt, gefühlt hätten es aber auch mehr sein können.

Ähnlich nur leider nicht ganz so erfolgreich ging Bjarne zu Werke. Nachdem er im letzten Jahr groß aufspielen konnte, kam in diesem Jahr eher der Weihnachts-Bjarne hervor, der den Gegnern Geschenke überreichte. Zurück bekam er nicht so viel, weshalb es nur 2,5 Punkte und Platz 76 wurden. Kleine Rückschläge gehören aber dazu und so werden wir sicherlich noch viele Freuden und Erfolge mit Bjarne teilen können.

Nicht ganz so verbreitet ist Weihnachten in Indien. Es verwundert daher niemanden, dass Iresh nicht in der Stimmung war, sonderlich viele Geschenke zu verteilen. Umso mehr konnte er sich jedoch über die Geschenke seiner Gegner freuen. Dies führte zu starken 5 Punkten und Platz 11. Im nächsten Jahr wird er dann sicherlich bereits im Hauptturnier starten, um dort weitere Geschenke mitzunehmen.

Insgesamt war es wieder einmal ein sehr schönes Turnier bei dem jeder seinen Spaß hatte und am Ende auch mehr oder weniger zufrieden sein kann. Jetzt heißt es aber erst mal gut ins neue Jahr zu kommen und wer weiß, was dann beim 29. Erfurter Schachfestival auf uns wartet.

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