Schachspiel in Zeiten von Corona

Die Schachspieler mussten lange pausieren. Endlich konnte das Spiel der 4. Runde gegen einen Mitfavoriten im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga, Vimaria Weimar in Ilmenau durchgeführt werden. Die Ilmenauer Chancen waren gering, da die beiden Spitzenspieler nicht antreten konnten.

Es begann mit einem Kurzremis von Markus Hartung gegen den 400 Wertungspunkte stärkeren Christian Gulich, der lieber seinen Studienort Ilmenau neu erkunden wollte. Dann ging Ilmenau sogar in Führung. Der gut vorbereite Steffen Ortlepp nutzte einige Nachlässigkeiten von Jörg Myslewiec, der immerhin ein Plus von 300 Punkten in der DWZ-Wertung aufwies. Sehr sehenswert, wir die schwarze Stellung plötzlich auseinanderbrach(siehe unsere Partie).

Ein etwas tragisches Ende fand die Partie des sonst so zuverlässigen Punktesammler Ainur Ziganshin. Der überschritt in gewonnener Stellung die Zeit, weil er annahm, sie Zeitkontrolle sei schon nach dem 30. Zug gewesen. Offensichtlich ist das in seiner Heimat so. Schlechte Kommunikation! Dann ging es normal weiter.

Mannschaftswettkampf Ilmenau – Weimar

Joachim Lehmann konnte das Wertungszahlminus von über 200 Punkten gegen Michael Phillip auch durch harten Kampf nicht ausgleichen. Fünf Stunden musste auch Klaus Leuner gegen den aufstrebenden Marlon Bock kämpfen. Aus einer sehr verdächtigen Stellung kam er mit zwei Bauern gegen eine Figur heraus. Es waren aber verbundene Freibauern, die viel Druck entwickelten. Das reichte zum Remis.

Lange wehrte sich auch Thorsten Michael gegen Jürgen Albrecht, wurde aber dann überspielt. Am 1. Brett hatte Stefan Schenk mit der Dame gegen zwei Türme von Matthias Phillipp zu kämpfen. Die Hoffnungen ruhten auf einem Dauerschach. Das vermied der Gegner geschickt und drang mit beiden Türmen in die gegnerische Stellung ein. Das Matt war dann unvermeidbar. Damit waren die Messen gelesen.

Frank Richter, der lange Zeit kein Schach gespielt hat, stand hoffnungsvoll gegen Michael Gräf. Es gelang ihm aber nicht einen Gewinnplan zu finden. Also, ein Remis zum sehr späten Abschluss. Der Endstand stand mit 5,5 : 2,5 für Weimar fest. Trotzdem eine gute Leistung der Ilmenauer gegen den übermächtigen Gegner.

Anmerkung: Zug anklicken und es öffnet sich ein Partiefenster, in dem die Partie nachgespielt werden kann!

kleu

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